Pellets
Eigenschaften von pharmazeutischen Pellets
Der Begriff „Pellet“ leitet sich vom englischen Wort für kleine rundliche Körner ab. Pharmazeutische Pellets werden als kugelförmige oder halbkugelförmige Partikel mit einheitlicher und genau definierter Größe definiert, deren Durchmesser typischerweise zwischen etwa 250 µm und 2 mm liegt. Pellets können als eine spezielle Form von Granulaten mit besonders hoher Formgleichmäßigkeit betrachtet werden.
Vorteile von Mehrpartikel-Darreichungsformen
Pellets werden aufgrund ihrer hervorragenden Fließeigenschaften, der gleichmäßigen Wirkstoffverteilung und der flexiblen Formulierungsmöglichkeiten häufig in multipartikulären oralen Darreichungsformen eingesetzt. Sie können in Hartkapseln abgefüllt oder zu Tabletten wie beispielsweise Multi-Unit-Pellet-Systemen (MUPS) verpresst werden. Zu den gängigen Herstellungsverfahren zählen Extrusion und Sphäronisierung, Wirkstoffschichtung sowie sprühbasierte Verfahren.
Häufig werden Pellets mit funktionellen Beschichtungen versehen, um eine modifizierte, verzögerte oder gezielte Wirkstofffreisetzung zu erreichen. Dank ihrer reproduzierbaren Größe und Oberflächeneigenschaften ermöglichen Pellets robuste pharmazeutische Herstellungsprozesse und eignen sich gut für moderne feste orale Darreichungsformen, die eine präzise Dosierung und kontrollierte Freisetzungsprofile erfordern.
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